5 Dinge, die man bei Menschen mit Alzheimer nicht tun sollte

by Romina Sarcletti

Die Betreuung einer Person mit Alzheimer oder Demenz bedeutet, eine neue Art der Kommunikation zu erlernen, bei der Emotionen wichtiger sind als Logik. Das Gehirn ist nicht mehr in der Lage, die Realität richtig zu interpretieren: Deshalb ist es unerlässlich, unser Verhalten anzupassen, um Ängste, Furcht und Aggressivität zu vermeiden.

In diesem Leitfaden erfährst du 5 Fehler, die du im Umgang mit Menschen mit Alzheimer vermeiden solltest, um die Beziehung und die Lebensqualität im Alltag zu verbessern.

  1. Führe keine neuen Gegenstände oder Technologien ein

Einer der häufigsten Fehler ist der Versuch, das Leben durch die Einführung neuer Geräte (Fernbedienungen, Telefone, Haushaltsgeräte) zu vereinfachen.

👉 In Wirklichkeit:

  • Das prozedurale Gedächtnis (automatische Handlungen) ist das letzte, das nachlässt.
  • Die Fähigkeit, Neues zu lernen, gehört zu den ersten, die beeinträchtigt werden.

Der Wechsel von Gegenständen oder Gewohnheiten kann Folgendes hervorrufen:

  • Verwirrung
  • Frustration
  • ein Gefühl der Hilflosigkeit

Tipp: Halte die Umgebung so vertraut wie möglich. Wenn etwas kaputtgeht, ersetze es durch einen Gegenstand, der in Form und Funktion ähnlich ist.

  1. Sprechen Sie nicht in deren Gegenwart über die Krankheit

Es ist ein Fehler, Symptome, hygienische Probleme oder Pflegekosten vor der betroffenen Person zu besprechen.

Auch wenn das Gedächtnis beeinträchtigt ist, nimmt ein Alzheimer-Patient:

Emotionen wahr

spürt Spannungen und Sorgen

kann sich als Belastung empfinden

Dies kann das Risiko für:

  • Depressionen
  • Unruhe
  • Verhaltensstörungen

Tipp: Sprich über diese Themen nur in Abwesenheit der Person.

  1. Vermeide Fragen mit „Warum“

Fragen, die mit „Warum“ beginnen, erfordern Analyse- und Abstraktionsvermögen, die durch Alzheimer beeinträchtigt sind.

Dies kann führen zu:

  • Angst
  • Frustration

erfundene Antworten (Konfabulationen)

defensive oder aggressive Reaktionen

Beispiel:

❌ „Warum weinst du?“

✅ „Was fühlst du gerade?“

Tipp: Verwende einfache, konkrete und beruhigende Fragen.

  1. Nähere dich nicht von hinten oder von der Seite

Mit fortschreitender Demenz verengt sich das Gesichtsfeld (Tunnelblick).

Sich von hinten oder von der Seite zu nähern, kann:

  • die Person erschrecken
  • Verwirrung stiften
  • plötzliche Reaktionen hervorrufen

Tipp: Nähere dich immer von vorne, langsam und unter Blickkontakt.

  1. Korrigiere keine Fantasiegeschichten

Menschen mit Alzheimer erzählen möglicherweise von Ereignissen, die nie stattgefunden haben, oder verwechseln Personen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass:

sie nicht lügen

das Gehirn versucht, Gedächtnislücken zu „füllen“

Sie zu korrigieren kann:

  • die Angst verstärken
  • Verwirrung stiften
  • Angst auslösen

Tipp: Tauche in ihre Welt ein, bestätige ihre Gefühle und reagiere einfühlsam.

Fazit

Zu wissen, was man bei einer Person mit Alzheimer nicht tun sollte, ist genauso wichtig wie zu wissen, was man tun sollte. Kleine Verhaltensänderungen seitens der Pflegeperson können Stress reduzieren und die Lebensqualität erheblich verbessern.