Chris Hemsworth verlässt den roten Teppich für eine persönliche Reise in der neuen Dokumentation von National Geographic
by
Romina Sarcletti
Chris Hemsworth kehrt in einer anderen Rolle auf die Leinwand zurück: als Sohn. In der neuen Dokumentation von National Geographic „A Road Trip to Remember“ legt der australische Schauspieler sein Leben als Star beiseite, um gemeinsam mit seinem Vater Craig eine Motorradreise durch Australien zu unternehmen.
Das Projekt entstand aus einer Idee, die seit Jahren gereift war, aber immer wieder aufgeschoben wurde, bis Craigs Alzheimer-Diagnose die beiden dazu veranlasste, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen. Das Ergebnis ist eine emotionsgeladene Reise, die selbst Hemsworths Erwartungen übertrifft.
Der Dokumentarfilm begleitet Vater und Sohn auf ihrer Reise zu symbolträchtigen Orten ihrer Familiengeschichte, um Craigs Erinnerungen anzuregen und seine Verbindung zu seiner Identität und seinen Lieben aufrechtzuerhalten.
Soziale Kontakte und Gehirngesundheit
Der Film unterstreicht die Bedeutung sozialer Beziehungen für das psychische Wohlbefinden. Von Hemsworth zitierte Studien zeigen, dass Aktivitäten wie Zeit mit der Familie zu verbringen oder sich als Teil einer Gemeinschaft zu fühlen, dazu beitragen können, das Risiko einer Demenzerkrankung zu senken. Der Schauspieler erinnert außerdem daran, dass jeder sofort Maßnahmen ergreifen kann, um die Gesundheit seines Gehirns zu schützen.
Das genetische Risiko des Schauspielers: APOE4
Hemsworth hatte bereits 2022 in der Doku-Serie Limitless öffentlich über sein genetisches Risiko gesprochen und offenbart, dass er zwei Kopien der APOE4-Variante hat, die mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Alzheimer verbunden ist. Obwohl er klarstellte, dass das Risiko nicht gleichbedeutend mit einer Diagnose ist, entschied sich der Schauspieler, seine Prioritäten zu überdenken: mehr Zeit mit der Familie, mehr Aufmerksamkeit für die körperliche und geistige Gesundheit.
Heute ist Hemsworth ein aktiver Fürsprecher dieser Sache und nutzt seine Bekanntheit, um das Thema in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.
Die Meinung der Experten
Samantha Benham-Hermetz, Geschäftsführerin von Alzheimer’s Research UK, begrüßte die Veröffentlichung des Dokumentarfilms und hob den Wert des Zeugnisses der Hemsworths hervor.
Nach Angaben der Organisation ist Craig einer von weltweit über 55 Millionen Menschen, die mit Demenz leben, eine Zahl, die sich bis 2050 verdreifachen wird. Benham-Hermetz erinnerte daran, dass trotz jahrelanger Stigmatisierung und Fehlinformationen die Forschung bedeutende Fortschritte macht und Beiträge wie der der Familie Hemsworth dazu beitragen, die Krankheit in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion zu rücken.